Ski

Der Fretteraner „Prunzmummelclub“ vom SC Fretter hat wieder einmal zugeschlagen.

Das mit 1850 Teilnehmern – Inferno Skirennen – ist das größte Ski Event der Welt und fand zum 69. Mal im Berner Oberland in Mürren statt. Das Inferno-Rennen fand erstmals 1928 statt und wurde von „Skiverrückten“ Engländern ausgetragen und schon damals erfolgte der Start auf dem 2790 Meter hohen Schilthorngipfel, damals nur zu Fuß erreichbar, und endet wenn die Wetterlage es erlaubt im 800 Meter hoch gelegenen Lauterbrunnen und ist 14,9 Kilometer lang.  Damals wie heute ist das Inferno-Rennen ein Alpines Skirennen bestehend aus einer Abfahrt mit Gegensteigungen  und langen Ziehwegen, vom Schilthorn nach Birg- oberen Hubel-Kanonenrohr-Allmendhubel- Maulerhubel-Winteregg-Lauterbrunnen. Höhendifferenz: 1990 Meter, Länge 14,9 Kilometer.

„Schwierige Bedingungen“

In diesem Jahr schneite es von Donnerstags Abend bis zum Renntag ,Samstagmorgen durch und es lag fast ein Meter Neuschnee. Man ahnte schon jetzt dass die Bedingungen auf der Piste schwierig sein würden. Und so kam es dann auch, der Start wurde  wegen akuter Lawinengefahr vom Schilthorn auf den Allmendhubel  (1907 Meter) verlegt und die Strecke wurde somit um 5 Kilometer verkürzt. „ In den Spitzkehren musste man höllisch aufpassen dass die ausgefahrene Spur einen nicht aus der Piste katapultiert und nicht jeder der Rennfahrer hatte das Glück diese unbeschadet  zu passieren. Das Präparationsteam hatte somit alle Mühe die Rennstrecke   herzurichten um den 1600 Rennfahrern  eine top Piste zu präsentieren. Nach mehreren Unterbrechungen während des Rennens konnten die Skifahrer aus  Fretter,   eine Stunde später als geplant, durch die Zeitmessung springen und sich gegen die Cracks aus der Schweiz behaupten. „ Sobald das Zeichen zum Start fällt, so fällt auch die Anspannung von einem ab“. Trotzallem waren die neun Athleten vom SC Fretter hoch motiviert und erreichten fast alle ohne Sturz das Ziel. „Eigentlich schade dass wir nicht von ganz oben starten konnten, denn die schönsten Abschnitte fehlten.  Der Starthang und das Kanonenrohr  haben es in sich. Hier erreicht man gut seine  120km/h und man kann an Zeit gut machen“.

Lauberhornabfahrt “ Einfach Wahnsinn was die Profis hier leisten und dabei alles riskieren“.

An den Tagen vor dem Rennen ging es zur berühmten Lauberhornabfahrt nach Wengen wo eine Woche  zuvor der Weltcup in der Abfahrt bestritten wurde.   Hier wo die Profis am Haneggschuss eine Spitzengeschwindigkeit von 145 km/h erreichen, am Hundschopf  Sprünge bis zu 50 Meter erreicht werden, wurde noch ein wenig trainiert und an der Technik gefeilt um am Renntag bestens vorbereitet zu sein.

Ein überragender Mario Tolle belegte in der Gesamtwertung den 125. Platz in einer Zeit von 12.16,08 min.,  zudem in seiner Altersklasse Senioren 1 den 44. Rang von 558 Klassierten, in der Länderwertung den 9. Platz von 441 deutschen Teilnehmern! Den zweiten und dritten  Rang belegen seine Rivalen  Andreas Müller (13.21, 8 min) und Heinz Neuhäuser (13.43,4 min).

Desweiteren Starteten Jan-Lucas Bitter (13.51,9 min), Wolfgang Neuhäuser (15.30,2 min), Andre` Heimes (14.21.5 min), Ali Reuter (15.35,6 min) und Stephan Tolle (16.01,5 min). Nicht gestartet ist Bjön Sager der tags zuvor am Rennstresssyndrom erkrankt ist.  Erfreulich auch, das alle Starter des SC  Fretter die Differenz  zum Gesamtsieger Samuel Imhof aus der Schweiz (10.40,93 min) so gering hielten, das alle die Auszeichnung Silber oder Bronze erhielten und somit allen  ein Startplatz 2013  sicher ist.  In geselliger Runde wurde nach dem Rennen noch sehr  viel gefachsimpelt.  

Skisportbegeisterte und können sich auf der Internetseite www.inferno-muerren. ch  über dieses Event  informieren .