Archiv 2012

Auf halber Strecke schlug das Wetter um in Wolkenbruch und Windböen / Ramona Wied und André Kraus siegen 
Die 51 Läufer des 2. Bahntrassenlaufes des Ski-Club Fretter starteten bei strahlendem Sonnenschein und kamen zurück mit Regen, Hagel und Gewitter. "Das war schon ein harter Lauf", so Ramona Wied von der SG Wenden. Am Ende waren die Temperaturen schlagartig gefallen. "Man spürte schon die Hände nicht mehr."
Genau auf der Hälfte der Strecke schlug das Wetterum und es folgte ein wolkenbruchartiger Niederschlag mit starken Windböen. Doch alle Starter hielten tapfer durch und kamen völlig durchnässt im Ziel an. Angeführt wurde die Gruppe von André Kraus von der LAC Veltins Hochsauerland. Er bewältigte die Strecke in einer Zeit von 36:54 Minuten. Platz zwei ging an Jürgen Baumhoff vom Team Sauerland mit 38:01 Minuten von Thomas Hesse vom TuS 08 Bilstein mit 38:46 Minuten.
Bei den Frauen ging Ramona Wied von der SG Wenden mach 39:53 Minuten zuerst über die Ziellinie. Ihr folgte Teamkameradin Steffi Bröcher nach 40:38 Minuten. Sie hatte sich für diesen Lauf einen ganz besonderen Laufpartner mitgebracht. Die komplette Strecke war Tim-Arne Siedenstein an ihrer Seite. "Ich laufe allerdings hier nicht auf Zeit, sondern nur als Trainingspartner", stellte der Ausnahmeläufer vor dem Start klar, der ansonsten als Favorit auf den Sieg gehandelt worden wäre. Den dritten Platz sicherte sich Carmen Otto von der LG Südsauerland mit einer Zeit von 44:52 Minuten.
Trotz der widrigen Wetterumstände zeigte sich der Ski-Club Fretter mit der Resonanz zufrieden. Die Strecke, die vom Clubhaus in Fretter aus über den jetzigen Teilabschnitt des Sauerland-Radrings Richtung Serkenrode bis kurz vor den Fledermaustunnel in Fehrenbracht und auf gleicher Strecke wieder zurück führte, ist für einen Straßenlauf recht anspruchsvoll, da zwischen Start und dem Wendepunkt bei Fehrenbracht fast 100 Höhenmeter liegen, die damals die Lokomotiven und am Samstag die Läufer zu bewältigen hatten. Für viele Läufer war der Bahntrassenlauf nochmals ein Ausdauertest, bevor die Leichtathletiksaison beginnt. Daher kamen die Teilnehmer nicht nur aus dem Kreis Olpe und dem angrenzenden Hochsauerland- und Märkischen Kreis sondern auch aus Hagen, Gütersloh oder Dortmund. Neben dem etablierten Herbstwaldlauf bietet der Ski-Club Fretter somit nochmals einen zweiten attraktiven Lauf an, besonders da die Strecke über 10 Kilometer offiziel vermessen und anerkannt ist, so dass die Ergebnisse bestenlistentauglich sind.