Archiv 2009

Leif Gunkel hängt die Konkurrenz ab
Als ob nichts gewesen wäre, kickte Leif Gunkel am Samstag für den FC Finnentrop schon wieder bei einem Hallenfußball-Turnier mit. Dabei hatte der 13-Jährige nicht einmal 48 Stunden zuvor die 5 Kilometer beim Silvesterlauf von Werl nach Soest in 18:22 Minuten gewonnen.
Das nennt man Begeisterung. „Dass er mal keinen Sport treibt, das kommt vielleicht an einem Tag der Woche vor,” verriet sein Vater Ulrich Gunkel am Samstag. 
Gesellt sich dann noch eine große Kelle Talent dazu, ist das Rezept für den Erfolg eigentlich schon komplett. Erst recht, wenn ein hervorragender Trainer beide Zutaten ideal miteinander vermischt. Und auch den hat Leif Gunkel: Es ist Joachim Sasse vom Skiclub Fretter. 
Erfolge in der noch jungen Laufbahn
Für den jungen Finnentroper, Schüler des St. Ursula-Gymnasiums Attendorn, war Werl-Soest ein großer Erfolg in seiner noch kurzen Laufbahn. Nicht nur, weil er Platz eins errungen hat; bemerkenswert war diese Leistung, weil Leif mit den Erwachsenen mitgelaufen war. Beim Paderborner Osterlauf hatte er mal einen 25. Platz über 5000 Meter in 18:34 Minuten belegt, beim Valentinslauf in Olpe gewann er zuletzt die 3,3 Kilometer. Sein größter Erfolg jedoch war der Sieg bei den Cross-Westfalenmeisterschaften der Schüler B in Herdecke im November 2009.
Joachim Sasse hat großen Anteil
Trotz der optimalen Voraussetzungen aus dem Elternhaus - Mutter Anne war ebenfalls auf der Strecke - schreibt Ulrich Gunkel Leifs Trainer Joachim Sasse einen maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung zu: „Er führt seine kleine Trainingsgruppe dort sehr gut, er motiviert sie richtig.” Dana Sperke, inzwischen eine Spitzen-Athletin des Kreises, stammt aus Joachim Sasses „Schule” - das ist schon eine enorme Referenz. 
Doch da ist nicht nur Leif - offensichtlich sind die sportlichen Gene sehr gerecht über die Familie Gunkel verteilt. Die Töchter Sophie (11 Jahre) und Hanne (9) sind ebenfalls sehr starke Läuferinnen. Die Ältere wurde in Soest Vierte in der Frauenklasse. Ulrich Gunkel anerkennend: „Das ist auch schon eine Leistung.” 
Duell auf der Zielgeraden
Schon kurz nach dem Start in Werl setzte sich Leif Gunkel und ein Konkurrent vom Feld ab, bauten diesen Vorsprung auf 200 Meter aus. Die Zielgerade in Soest erreichten sie noch gemeinsam, doch dann nahm Leif Gunkel dem Widersacher noch gut zehn Meter ab. 
Die 18:22 Minuten sind eine prima Zeit. Vor allem für einen Dreizehnjährigen. „Die Zeiten insgesamt waren ja nicht gut, auch beim Hauptlauf nicht,” verdeutlicht Ulrich Gunkel. Dazu sei das Wetter an jenem Tag alles andere als optimal gewesen. „Aber die Stimmung an der Strecke,” fügt Gunkel hinzu, „war natürlich hervorragend.” 
Gute Aussichten für 2010
Ab 2010 darf Leif Gunkel in der Schüler A mitlaufen. Sein nächstes Ziel sind die Hallen-Westfalenmeisterschaften im März in Paderborn und im Spätsommer die unter freiem Himmel. 
Dass er auch dort etwas „reißen” wird, ist anzunehmen. Ulrich Gunkel hat bereits die Chancen ausgelotet: „Wenn man dem Internet Glauben schenken kann,” sagt er, „dann war war Leif mit seinen Zeiten über 1000 Meter im letzten Jahr Dritter in Deutschland und über 2000 Meter sogar mit Abstand der Beste.”